Kauf und Verkauf bedürfen professioneller Hotelberatung

Aufgrund der langjährigen beruflichen Tätigkeit hat der Verkäufer eines Hotels oder eines gastronomischen Objektes naturgemäß einen Informations- und Erfahrungsvorsprung gegenüber dem potenziellen Erwerber oder Investor. Dieser Informationsvorsprung begründet nicht selten die unterschiedliche Wahrnehmung und Einschätzung zu einem Unternehmenswert bzw. Marktwert. Abgesehen von der angedachten Transaktionsart (Erwerb von Unternehmensanteilen oder dem Objekt) ist die Due Diligence (Risikoprüfung, Offenlegung von entscheidungsrelevanten Informationen) im Transaktionsprozess für beide Beteiligte von großem Nutzen, da sie u.a. im Ergebnis zur Klärung des Sachverhaltes führen kann. Ausgangspunkt ist zumeist eine Grobanalyse (Screening), in der durch den potenziellen Erwerber oder Investor mit Hilfe professioneller Hotelberatung die Unternehmens- und Datenanalyse durchgeführt wird. Bei positiver Beurteilung folgt die Phase der Feinanalyse, in der u.a. intensive Gespräche mit dem Eigentümer bzw. Management sowie Besichtigungen vor Ort durchgeführt und Transaktionsmodelle entwickelt und festgelegt werden. Untersuchungsbereiche sind insbesondere die „Finanzen“, der „Markt“, die „Steuern“ und „juristische Belange“. Der Bereich „Markt“ beinhaltet insbesondere die detaillierte Analyse der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sowie des Marktes und dessen Rahmenbedingungen. Die Untersuchung der operativen Abläufe soll insbesondere Effizienz- und Risikopotenziale sowie Synergiemöglichkeiten aufzeigen. Hierbei steht für Erwerber bzw. Investoren im Vordergrund, ob die identifizierten Rahmenbedingungen eine nachhaltige Betriebsführung sicherstellen. Da der Erwerbs- bzw. Veräußerungsprozess aus mehreren Phasen besteht, ist jeweils unterschiedliches branchenspezifisches Know-how erforderlich. Als erfahrene Hotelberater unterstützen die Mitarbeiter der DIEHOGA Denkfabrik - Hotelberatung gastgewerbliche Erwerbs- bzw. Veräußerungsprozesse jeder Art.

hogaAktiv - Januar 2014

Betriebsübernahme nur mit kompetene Hotelberater

Die Gründe einer Betriebsübernahme können unterschiedlicher Natur sein. Neben den selbst bestimmten Betriebsübernahmen (z. B. bei einer Betriebsnachfolge oder einer Beendigung einer Mietlaufzeit) können auch fremdbestimmte Betriebsübernahmen (z. B. durch Geltendmachung des Vermieter-Pfandrechts oder Insolvenzeintritt) vorkommen. Aufgrund der Komplexität eines gastgewerblichen Betriebes hat eine Übernahme bzw. Übergabe eine Vielzahl von rechtlichen Konsequenzen und bringt betriebliche Veränderungen mit sich. Die sich hieraus ergebende differenzierte Verfahrensweise in der Strukturierung einer Betriebsübernahme resultiert daraus, dass unter Umständen Personen, Ansprechpartner, Unterlagen und/oder Informationen nicht bzw. nicht mehr vorhanden sind. Ausgangspunkt ist der Wille einen gastgewerblichen Betrieb übernehmen zu wollen bzw. zu müssen. Hierfür ist ein Prüfungsprozess für den Übernehmenden mit Hilfe eines kompetenten Hotelberaters erforderlich. Zunächst sind vom Vertretungsberechtigten (z. B. Eigentümer, Haus- oder Insolvenzverwalter) ein entsprechender Nachweis über das Eigentum (z. B. durch einen Grundbuchauszug) oder der Vertretungsbefugnis (z. B. Vollmacht des Eigentümers bei einer Hausverwaltung bzw. Gerichtsbeschluss beim Insolvenzverwalter) zu erbringen. Im Anschluss ist zu identifizieren, was aus dem gastgewerblichen Betrieb übernommen wird. Üblich erfolgt die Übergabe auf der Grundlage einer vertraglichen Regelung mit oder ohne Inventar. Eine Inventaraufstellung ist demnach bei Veräußerung durch die Vertragsparteien oder Mit Hilfe eines Hotelsachverständigen zu fertigen. Zur eigenen Planungssicherheit sind ergänzend eine Aufstellung der durchgeführten Investitionen sowie eine Kostenaufstellung notwendiger Reparaturen, Instandsetzungen bzw. Instandhaltungen nachzufragen.

Strukturierung und Prüfung

Die bisherige Betreiber-Konzession erteilt Auskunft über bekannte bzw. drohende Auflagen und bereits identifizierte Baumängel. Die wirtschaftliche Entwicklung ist final durch Jahresergebnisse der letzten Jahre (z.B. betriebswirtschaftliche Auswertungen, Erfolgsrechnungen, Jahresabschlüsse) oder das aktuelle Budget von einem Hotelberater zu prüfen. Neben der Unternehmensentwicklung sind hierüber auch Indikatoren zur Ermittlung eines möglichen Unternehmenswerts ableitbar (z. B. über die Multiplikation mit dem Umsatz oder dem Betriebsergebnis) was jedoch nur mit langjähriger Erfahrung in der Hotelberatung möglich ist. Der Prozess zur finalen Entscheidung zur Betriebsübernahme geht in einer zweiten Stufe in betriebsbeeinflussende Untersuchungen. Im Beherbergungsbereich werden beispielsweise Buchungsvorausschauen aus dem Hotelmanagementsystem für das laufende und kommende Jahr untersucht sowie bereits abgeschlossene Kontingents-, Katalog- und Reiseveranstalterverträge geprüft. Im Gastronomiebereich ist dies lediglich bei veranstaltungs- und eventlastigen Betrieben über Vorbuchungen und Veranstaltungsreservierungen möglich. Des Weiteren sind über die Sichtung der bestehenden Dauerschuldverhältnisse und Verträge sowohl das verhandelte Preisniveau als auch die bestehenden vertraglichen Beziehungen erkennbar. Aufgrund der rechtlichen Besonderheiten innerhalb einer Betriebsübernahme (z. B. § 613a BGB etc.) sind die Verträge der beschäftigten Mitarbeiter zu prüfen. Der Entscheidungsprozess schließt üblicherweise mit der Einigung zwischen den Parteien und einer vertraglichen Regelung ab.

Bewertungen und Übernahmen

Die konkrete Betriebsübernahme ist zunächst ein physischer Vorgang, in dem zu einem Stichtag bestimmte Dinge erfasst und teilweise finanziell bewertet werden müssen. Da meist bestehende Kleinartikel sowie Speisen- oder Getränkebestände übergeben werden, sind entsprechende Aufstellungen zum Übergabe-Stichtag zu fertigen und je nach Vertragsgestaltung zu bewerten. Weiterhin sind die ausgegebenen Gutscheine, erhaltenen Anzahlungen sowie möglichen Resturlaubs- und Überstundenansprüche, Gut-Tage etc. finanziell zu bewerten. Neben einer stichtagsbezogenen Abrechnung des Kreditkartengerätes sowie des Hotelmanagementsystems (sog. guest ledger) bzw. der Restaurantkassen sind die vollständigen Schlüssel, Zählerstände für Strom, Gas und Wasser sowie die Übernahmeerklärung des Providers zur Telefonnummer und Domain an den Erwerber bzw. seinem Hotelberater zu übergeben. Da sich die bisherigen Betriebserlaubnisse nicht übertragen lassen, sind diese durch den übernehmenden Betreiber gesondert zu beantragen. Neben der Gewerbeerlaubnis ist insbesondere im Gastgewerbe die Gaststättenerlaubnis zu beantragen. Über die Prüfung der objekt-, persönlichen und fachlichen Eignung des Betriebes bzw. der Ausführenden erfolgt die Erlaubniserteilung. Erst bei Vorliegen der Erlaubnis ist eine Betriebsführung möglich. Als Hotelberater unterstützt die DIEHOGA Denkfabrik GmbH - Hotelberatung sowohl „Übergeber“ als auch „Übernehmer“ bei der erfolgreichen Unternehmensnachfolge.

hogaAktiv - Oktober 2013

Kontenrahmen für das Gastgewerbe

Die meisten Unternehmer im Hotel- und Gaststättengewerbe bzw. ihre Steuerberater nutzen keinen gastgewerblichen Spezialkontenrahmen, da Unternehmer im Gastgewerbe von diesem Spezialkontenrahmen nichts wissen und/oder das regelmäßige Buchen im Standardkontenrahmen für Steuerberater leichter ist. Die Erstellung von Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA’s) und dem Jahresabschluss wurden bisher bei der DATEV eG angeschlossenen Steuerberatern im Sonderkontenrahmen „SKR 70“ gebucht. Aus steuerlicher Sicht ist dies „angemessen“, jedoch ist es für betriebswirtschaftliche Auswertungen nicht ausreichend, da z.B. bei manchen Konten nicht zwischen verschiedenen Buchungen unterschieden werden kann (z.B. werden die Warenkosten nicht zwischen Wareneinsatz Speisen, Getränke und Handelswaren unterschieden). Die Folge ist, dass für den Unternehmer nicht ersichtlich war, in welchen Bereichen die Warensätze erhöht bzw. steigend oder fallend sind. Nunmehr wurde durch die DATEV eG eine spezielle Branchenlösung für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Form des Sonderkontenrahmens „SKR 03/04“ geschaffen. Hierbei kann durch den Steuerberater bei Wunsch des Steuerpflichtigen der „SKR 70“ in den „SKR 03/04“ überführt werden. Durch die Erweiterung von Buchungskonten mit sechsstelligen Bezeichnungen ist nun eine betriebswirtschaftlich belastbare Darstellung der Ergebnisse möglich, die eine optimierte Unternehmenssteuerung zulässt. Ergänzend ist festzuhalten, dass der neue Kontenrahmen E-bilanzfähig ist, was die unbürokratische, elektronische Übermittlung von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen ermöglicht. Eine weitere Möglichkeit der branchenbezogenen Ergebniserfassung und -auswertung bietet der Kontenrahmen „KR 65“. Der wesentliche Unterschied zu Standardkontenrahmen liegt darin, dass z. B. Umsatzerlöse und Wareneinsätze differenziert nach Warengruppen aufgeschlüsselt werden können. Das Ergebnis ist eine jederzeit detaillierte Analyse des Warenflusses. Zudem ermöglicht der „KR 65“, dass Personalkosten nach produktiven und nichtproduktiven Bereichen erfasst werden können, ohne eine Kostenstellenrechnung zu führen. Dadurch kann der Unternehmer in den einzelnen Unternehmensbereichen einen permanenten Überblick über seinen Personaleinsatz erhalten. Durch den bundesweit einheitlichen und verbindlichen Buchungsleitfaden können aussagekräftige Zeitreihenvergleiche und Betriebsvergleiche erstellt werden, die dem Unternehmer seine wirtschaftliche Situation im Vergleich zu anderen Betrieben zeigt sowie ihn die Einnahmen- bzw. Kostenentwicklung des eigenen Unternehmen beobachten lässt. Wenn Sie eine Beratung bezüglich des neuen Kontenrahmens benötigen, können Sie sich an Ihren Steuerberater, Hotelberater oder an die DIEHOGA Denkfabrik GmbH - Hotelberatung wenden.

hogaAktiv - Juli/August 2013

Datenschutz im Gastgewerbe

Auf Grund einer Vielzahl von Datenschutzverstößen in der Vergangenheit sah sich der Gesetzgeber gezwungen, das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu verschärfen. Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen, sind demnach unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Personenbezogene Daten können Arbeitnehmer-, Kunden- oder Bonitätsdaten sein. Bei der Auswahl eines Datenschutzbeauftragten (unabhängig davon, ob es sich um einen internen oder externenhandelt) ist auf bestimmte Voraussetzungen wie Fachkunde, Verschwiegenheitspflicht und Zuverlässigkeit zu achten. Weiterhin sollte der Datenschutzbeauftragte vertiefen- de Kenntnisse der Informationstechnik (IT-Bereich) haben und die gesetzlichen Regelungen (z. B. des Bundesdatenschutzgesetzes) sicher anwenden können. Falls die Tätigkeit nicht hauptamtlich ausgeführt wird, sollten die ggf. auftretenden Interessenkonflikte beachtet werden. Die Praxis empfiehlt daher einen externen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Die Bestellung des Datenschutzbeauftragten hat durch die Unternehmensleitung schriftlich zu erfolgen und ist allen Mitarbeitern mitzuteilen. Hierarchisch ist der Datenschutzbeauftragte der Unternehmensleitung unmittelbar zu unterstellen, wobei seine Stellung als unabhängig und organisatorisch herausgehoben anzusehen ist. Das bedeutet, dass der Datenschutzbeauftragte in Ausübung seiner Fachkunde weisungsfrei tätig ist und das Recht hat, sich in Zweifelsfällen an die für die Datenschutzkontrolle verantwortliche Stelle oder die zuständige Behörde zu wenden. Datenschutzbeauftragte sollten über alle relevanten Geschehnisse ihrer Tätigkeit unterrichten und informieren (Beteiligung an allen Planungen im Umgang mit personenbezogenen Daten), was in der Praxis häufig über einen sogenannten Beteiligungskatalog erfolgt. Das Leistungsspektrum des Datenschutzbeauftragten beinhaltet neben der Beratung der Unternehmensleitung auch die datenschutzrechtliche Schulung des Personals sowie die Kontrolle der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften. Weiterhingehören die Absicherung des Einsatzes datenschutzgerechter Technik sowie die Festlegung und Information von Löschfristen bei vorhandenen Unternehmensinformationen zum Aufgabengebiet. Der Datenschutzbeauftragte muss demnach mit der IT-Abteilung, dem Controlling sowie dem Personal- oder Betriebsrat zusammenarbeiten, da diese gesetzlich zur Wahrung der Datenschutzrechte der Beschäftigten verpflichtet sind.

hogaAktiv - März 2013

Keine Angst vor dem Betriebsprüfer - Der Hotelberater kann helfen!

Die Gastronomie gilt für die Finanzverwaltung als Risikobranche. Nicht jeder, der seine Geschäfte ordentlich führt und korrekt verbucht, wird von der Betriebsprüfung verschont. Tatsache ist, dass Betriebsprüfer in der Praxis schnell die gesamte Buchhaltung als nicht ordnungsgemäß verwerfen. Viele Gastronomen sind über die Folgen einer Betriebsprüfung -ohne einer kompetenten Hotelberatung oder eines Hotelberaters- nicht genug informiert. Die finanziellen Konsequenzen aus der Aufdeckung einer Steuerverkürzung sind meist Steuernachzahlungen (Einkommens-, Umsatz- und/oder Gewerbesteuern), die zudem strafrechtliche Folgen wie Geld- oder Haftstrafen mit sich bringen können. Gastronomen sollten daher die gesetzlichen Vorschriften beachten, Aufzeichnungen und Belege ordnungsgemäß führen und verwalten. Nicht das Finanzamt muss z. B. Verkürzungen der Einnahmen des Steuerpflichtigen beweisen, sondern der Steuerpflichtige hat -meist mit Hilfe des Steuerberaters oder einen Hotelsachverständigen- glaubhaft zu machen, dass Einnahmen vollständig erklärt wurden. Hierfür sollte man in der Lage sein, die Gründe für die Abweichungen von Betriebsergebnissen vollständig zu dokumentieren und zu begründen. Um formelle und materielle Mängel zu vermeiden, ist daher eine ordnungsgemäße Buchhaltung inklusive Grundaufzeichnungen von großer Bedeutung. Prüfungsschwerpunkte sind der Kassen- und Einnahmebereich, die Personalkosten und andere Kostenarten. Im Umsatzbereich ist es wichtig, die Kasseneinnahmen/-ausgaben täglich festzuhalten. Das bedeutet, dass Kassenstürze (X- und Z-Abschläge), Stornierungen, Privateinlagen und -entnahmen immer dokumentiert werden sollten. Ist das nicht der Fall, steigt der Verdacht auf sogenannte „Schwarzgeldspeicher“ beim Steuerpflichtigen. Bei den Personalkosten wird die „korrekte Beschäftigung“ der Mitarbeiter untersucht. Hier wird auch überprüft, ob Überstunden „schwarz“ bezahlt oder Schwarzarbeiter beschäftigt werden. Um die Buchhaltung eines Unternehmens auf Stichhaltigkeit/ Plausibilität zu prüfen, bedienen sich die Betriebsprüfer verstärkt spezieller Software und der Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dabei weichen die angegebenen Zahlen aus dem Prüfungsbetrieb nicht selten von der statistischen Norm ab. Von besonderer Bedeutung ist die Überprüfung der Abweichungen der Angaben des steuerpflichtigen Betriebes von denen des sogenannten „Normalbetriebs“, wie ihn der Richtsatz der Betriebsprüfer beschreibt. Aufgrund der Besonderheiten jedes einzelnen gastronomischen Betriebes und der erforderlichen Branchenkenntnisse ist spätestens zu diesem Zeitpunkt spezifisches Beratungs- Know-how erforderlich. Bevor die Beurteilung des Betriebsprüfers zu einem finanziellen und betriebsgefährdenden Risiko für den Steuerpflichtigen wird, bietet die DIEHOGA Denkfabrik GmbH - Hotelberatung umgehend Hilfe.

hogaAktiv - Januar 2013

Unternehmensnachfolge nur mit erfahrener Hotelberatung

Bei der Regelung der zukünftigen Unternehmensführung gibt es oft Schwierigkeiten. Meist sind fehlende Perspektiven, Aufgabe des „Lebenswerks“ oder Zukunftsängste beim übergebenden Unternehmer der Grund zur Verdrängung dieses Themas mit der Folge, dass häufig zu wenig über die Unternehmensnachfolge mit den Familienmitgliedern, Mitarbeitern, Finanzinstituten etc. geredet wird. Diese fehlende Kommunikation ohne begleitende Hotelberatung führt wiederum zu Fehlentscheidungen wie z.B. der Wahl des falschen Nachfolgezeitpunkts oder eines ungeeigneten Nachfolgers. Das Einsetzen eines falschen Unternehmensnachfolgers, der oft auch unterschiedliche Wertvorstellungen mitbringt, führt zu fachlichen und persönlichen Differenzen. Es sind ganz unterschiedliche Bereiche, die die Planung des richtigen, ordentlichen Nachfolgeprozesses behindern können. Da die Unternehmensnachfolge nicht nur den Zeitpunkt der Betriebsübernahme betrifft, sondern insbesondere die Zeit danach, ist der strategische Weitblick durch entsprechende Planungen und Entscheidungen zwingend erforderlich. Daher sollte eine Gesamtkonzeption -entwickelt mit einem Hotelberater- berücksichtigt werden, um eine Fokussierung auf den Nachfolger zu vermeiden und die Motivation, Dynamik und Innovation des übergebenden Unternehmers zu erhalten. Die erste Stufe beinhaltet die bewusste Nachfolgeentscheidung über den baldigen Rücktritt, in der zweiten Stufe erfolgen der Planungsprozess und die Vorbereitung der Übergabe. Wesentlicher Bestandteil ist hier, den richtigen Unternehmensnachfolger zu finden, der fachlich und persönlich für das übergebene Unternehmen geeignet ist. Mit Hilfe externer Hotelberater können neutral und emotionsfrei die erforderlichen Schritte moderiert bzw., wenn erforderlich, geschlichtet und kontrolliert werden. Mit der Definition von Abläufen und Meilensteinen werden beispielsweise Übernahmestart und Austritttermin vereinbart und in einem strategischen Nachfolgekonzeptfestgehalten. In der dritten Stufe sind die Verantwortlichkeiten von Übergeber und Nachfolger naturgemäß nicht klar definiert. Das Arbeitsklima kann sich verändern, weil nicht erkennbar ist, ob der Nachfolger von Kunden, Lieferanten, Partnern, Mitarbeitern usw. akzeptiert wird. Deshalb ist es von erheblicher Bedeutung, den Unternehmensnachfolger sorgfältig und wohlwollend einzuarbeiten. Die vierte Stufe ist die Nacharbeitung, in der sich Übergeber und Nachfolger neu orientieren müssen. Wichtig dabei ist, dass sich der Übergeber für nachgehende Gespräche zur Verfügung stellt und der Nachfolger seine neue Unternehmensphilosophieunter Beweis stellt.

hogaAktiv - Dezember 2012